süße Omelette
Das süße Omelette - die perfekte Versuchung
Das süße Omelett ist im Prinzip eine sehr einfache Eierspeise, an der sich schon die alten Römer erfreuten. So leitet sich auch der Name vom lateinischen ovum (=Ei) und mellitus (=honiggesüßt) ab. Auf dem Umweg über das Französische kam der Begriff wie die Speise selbst im 18. Jahrhundert auch nach Deutschland.
Das Omelett besteht aus mindestens drei und höchstens acht Eiern, enthält im Unterschied zum Pfannkuchen kein Mehl und wird auch meist nur auf einer Seite gebraten. Vom hauchdünnen Crepe unterscheidet es sich nur durch die größere Dicke. Weitere Grundzutaten sind Zucker und viel gute Butter. Soll Wasser hinzugefügt werden, damit das Omelett geschmeidiger wird, so sollte man Selterswasser nehmen: die Eierspeise wird dann besonders zart. Gebacken werden kann das Omelett in jeder flachen Pfanne, wenn man nicht über eine spezielle bodenflache Omelett-Pfanne mit ganz niedrigem Rand verfügt. Spezialisten empfehlen übrigens, die Omelett-Pfanne nie auszuwaschen, sondern nur mit Küchenkrepp auszuwischen. Die Backzeit beträgt nur wenige Minuten, denn das Omelett ist fertig, wenn die Oberseite noch saftig glänzt. Natürlich darf der Teig während des Backens nicht mehr gerührt werden!
Den Variationen sind beim Omelett fast keine Grenzen gesetzt, gerade die Franzosen haben sich seit dem Mittelalter als wahre Meister des Omeletts bewiesen und hunderte von Rezepten erfunden. Alle optionalen Zutaten kommen entweder gleich zum Teig dazu und werden mitgebacken, oder man füllt das Omelett damit, um es dann mit einem speziellen Omelett-Wender (ein breites Messer erfüllt denselben Zweck) zu einer Tasche umzuschlagen, bevor man es nochmals kurz von beiden Seiten anbrät. Eine Sonderform ist das Omelett soufflée oder Schaumomelett, wofür die Teigmasse schaumig gerührt und dann im Backofen oder in der Pfanne gebacken wird. Soll das Omelett übrigens besonders luftig werden, so empfiehlt es sich, Eiweiß und Eigelb getrennt zu schlagen! Der Eischnee wird erst danach unter das Eigelb gehoben. Das Ergebnis wird um so luftiger, je länger geschlagen wird: die Köche des berühmten Omelett-Restaurants auf dem französischen Mont Saint-Michel empfehlen mindestens vier Minuten!
Das süße Omelett eignet sich hervorragend als Frühstück, ist aber eigentlich eine deliziöse, wenn auch recht kalorienreiche Süßspeise, die als Dessert das Ende einer guten Mahlzeit krönt.